Jahrelanges Versagen der Geldpolitiken

Die aktuelle Lage: Die Zentralbanken haben ihre Bilanzsummen auf ein Rekordniveau erweitert. Die Bilanzsumme der Federal Reserve (FED) beträgt aktuell $7.083 Billionen. Die Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank (EZB) beträgt aktuell $6.1 Billionen während die Bilanzsumme der Bank of Japan (BOJ) $6 Billionen und die Bilanzsumme der People’s Bank Of China (PBOC) $5.2 Billionen beträgt. In der nachfolgenden Grafik wird dies nochmal stark verdeutlicht.



Die Theorie: Betrachten wir nun mal die Geldmenge. Vorab: Einer der größten Kritiker Keynes’ war Milton Friedman mit seiner Theorie des Monetarismus. Friedman sagt also: Um den gesamtwirtschaftlichen Konsum zu stimulieren, sollte der Staat sich lieber auf die Steuerung der Geldmenge über die Zentralbanken konzentrieren. Ziel dabei ist es die Inflation in einem bestimmten Rahmen zu halten. Steigen die Preise (also die Inflation) zu schnell, verringert man den Geldmengenzuwachs. Ist die Inflation zu gering, steigert man den Geldmengenzuwachs. In der Theorie würde dann eine Steigerung der Geldmenge zu einer steigenden Inflation führen und eine Verringerung der Geldmenge zu einer fallenden Inflation.


Realität:

Die Theorie ist das Eine, aber wie sieht es in der Realität aus? In der nachfolgenden Grafik wird stark verdeutlicht, wie gut dies in der Realität funktioniert hat.



Markiert in rot sehen Sie die Inflation seit Beginn der 80er Jahre. Markiert in blau sehen Sie die Geldmenge. Aber sollte die Inflation in der Theorie nicht ansteigen, wenn man die Geldmenge erhöht? Man könnte ja meinen, wenn es einmal nicht funktioniert, ist es ja nicht tragisch - Schauen wir uns das Ganze mal für die Eurozone an. In der nachfolgenden Grafik wird die Situation in der Eurozone dargestellt.


Auch in der Eurozone hat dies nicht ganz so gut funktioniert. “Alle Guten Dinge Sind 3”.. also, ein "letzter Versuch". Jetzt schauen wir uns einmal Japan an. In der nachfolgenden Grafik wird die Situation von Japan dargestellt.


Wie Sie hier sehen können hat diese Art von Geldmarktpolitik nicht wirklich funktioniert. Und das nicht heute oder gestern, sondern über Jahrzehnte!

Schauen wir uns doch mal gemeinsam an, was stattdessen entstanden ist.



Das Resultat:

Was wir definitiv behaupten können ist, dass die Unternehmenswerte als auch Immobilienwerte deutlich angestiegen sind. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass die extrem angestiegenen Geldmengen zu einer “Asset Price Inflation” geführt haben, anstelle einer “Consumer Price Inflation”. Die nachfolgenden Grafiken verdeutlichen dies noch einmal sehr stark.



In den beiden folgenden Grafiken können Sie sehen, dass die Asset-Preise angestiegen sind, jedoch nicht die Verbraucherpreise.


Wozu könnte dies ebenfalls geführt haben? Zu einer massiven Umverteilung der Vermögen. Die nachfolgenden Grafiken veranschaulichen die Situation in den USA seit Beginn der 1990er Jahren.





Wie Sie auf den obigen Grafiken sehr gut erkennen können, wurde der Anteil der Top 10% der Vermögendsten in den USA seit Beginn der 90er um 8% größer. Wenn Sie sich noch einmal die Bildern bezüglich der Geldmenge anschauen, können Sie sehr gut erkennen, dass die Geldmenge ungefähr seit Beginn der 90er extrem zunahm. Aber was sagt uns diese Information genau? Diese Information sagt uns, dass das Geld zwar bei bestimmten Personengruppen und Unternehmen ankam, jedoch scheinbar nie wirklich in der Mittelklasse oder in den unteren Klassen ankam, welche traurigerweise die Mehrheit der Population ausmachen.



Schauen wir uns das mal für Deutschland an:



In Deutschland sieht es nicht gerade besser aus. Hier besitzen die reichsten zehn Prozent mehr als die Hälfte des Vermögens. Dies veranschaulicht die obige Grafik sehr gut.

Jetzt haben wir die ganze Zeit sehr negativ über die aktuelle Geldmarktpolitik gesprochen. Wie wäre es, wenn wir mal zwei Länder finden, in denen wir die Situation anders analysieren können. Auch, wenn die Inflation dort nicht ganz so ideal sein mag, wie es die FED und die EZB vielleicht gerne hätten.


Es gibt noch Hoffnung für die aktuelle Geldmarktpolitik der Zentralbanken. Oder doch nicht unbedingt?

Anschließend: Argentinien - Das Land des Tangos, aber auch das Land der Hyperinflation, welche durch die extreme Ausweitung der Geldmengen verursacht wurde.

In der nachfolgenden Grafik wird dies nochmal stark verdeutlicht.


Ein weiteres Beispiel für ein nicht so tolles Resultat, verursacht durch eine massive Ausweitung der Geldmengen:

Simbabwe - Ein Land mit sehr vielen Nationalparks und den atemberaubenden Victoriafällen - Aber auch das Land der Hyperinflation, verursacht durch die extreme Ausweitung der Geldmengen.


Fazit:

Unkonventionelle Methoden mögen zwar in der Theorie schön klingen, ob sie aber auch in der heutigen Zeit so gut funktionieren bezweifeln wir. In den Beispielen haben wir uns auf die drei größten Volkswirtschaften bezogen. Bei allen dreien hat es bis heute nach unserer Analyse nicht ansatzweise so funktioniert, wie es in der Theorie geschildert wurde.

Tel: +491701747474  

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