Unser Trading-Lexikon 

Alles rund um die Investment- und Finanzwelt

Themen:

Was ist ein Finanzmarkt?

Der Finanzmarkt ist ein Oberbegriff für sämtliche Märkte, auf denen der Handel mit Finanzinstrumenten stattfindet. Dieser bezeichnet also einen Markt, auf dem Handel mit Finanzmittel wie beispielsweise Währungen, Indizes (DAX, Dow Jones, Nasdaq, SP500 etc.), Wertpapieren (Aktien) oder Rohstoffen betrieben wird. Banken, Unternehmen sowie Groß- und Kleinanleger können hier anhand von Angebot und Nachfrage verschiedenste Werte handeln.

Der Finanzmarkt wird in den Geldmarkt, den Kapitalmarkt, den Devisenmarkt und den Kreditmarkt unterteilt. Man differenziert zwischen dem nationalen, dem internationalen und dem ausländischen Finanzmarkt.

Wie handel ich an der Börse? 

Um an der Börse bzw. den Finanzmärkten zu handeln ist eine Eröffnung eines Handelskontos bei einem Finanzinstitut nötig, welches Ihnen als Handelspartner eine Anbindung zu den jeweiligen Märkten bietet. Ein solches Finanzinstitut ist meist ein Broker oder eine Wertpapierhandelsbank, welche meist an die Xetra und/oder sonstigen Börsen angebunden ist.

 

Worauf sollte man bei der Brokerwahl achten?

 

Vorallem im Finanzbereich sollte man als Kunde/Anleger besonders darauf achten, von wem man sich beraten lässt und von welchen Anbietern man sich lieber fernhalten sollte.

Im Kapitalanlagen-/Investmentbereich geht es um das eigene Geld, um das Kapital zum Investieren/Handel, welches man sich vorher meist zusammen gespart hat. Dementsprechend sollte ein gewisses Vertrauen sowie die Sicherheit des eigenen Geldes bei dem jeweiligen Anbieter definitiv gegeben sein.

Bei der Auswahl des Brokers bzw. der Handelsbank als Handelspartner empfehlen wir Ihnen auf entsprechende notwendige Lizenzen und Regulierungen zu achten. Entsprechende Lizenzen sind für solche Institute notwendig, um derartige Finanzgeschäfte und den Handel an der Börse für seine Kunden anbieten zu dürfen. Sofern ein Broker bzw. eine Handelsbank diese besitzt und somit ihr Geschäft anbieten darf, muss das Unternehmen ebenso durch unabhängige Finanzaufsichten vollreguliert werden. Das Finanzinstitut hat sich hierbei dauerhaft an bestimmte Vorschriften/Richtlinien zu halten, welche hauptsächlich zur Sicherheit und Schutz des Anlegers dienen und unerlaubte/illegale Finanzgeschäfte verhindern sollen. Ein Beispiel hierfür ist die für den EU-Raum geltende ESMA-Regulierung.

 

Leider gibt es auch einige "schwarze Schafe" im Finanzbereich, welche als Unternehmen oft außerhalb der EU agieren und vergleichsweise unter keinen so strengen Auflagen reguliert werden. Von dem Handel bei solchen Finanzinstituten raten wir eher ab, da die Sicherheitsauflagen und die Kontrolle (durch unabh. Finanzsaufsichten) solcher Institute meistens sehr eingeschränkt sind.

Solche Unternehmen werden auch als "Offshore-Broker" oder "Offshore-Banken" bezeichnet, da diese meist außerhalb der EU liegen.

Unabhängig von dem Rechtlichen und den Sicherheitsmaßnahmen sollten Sie sich auch die Vielfalt der handelbaren Produkte und die Gebührenstrukturen des Brokers anschauen und ggf. vergleichen.

Falls Sie bereits bestimmte Herangehensweisen und Strategien beim Trading verfolgen, prüfen Sie ob der jeweilige Anbieter von seiner Produktauswahl (Finanzinstrumente), den nutzbaren Handelsplattformen und den Gebühren für die jeweiligen Finanzwerte in Frage kommt oder ein anderer Anbieter mehr Vorteile bietet.
Unserer Meinung nach sollte jedoch eine zuverlässige Anbindung, die Sicherheit und der Kundenservice Priorität bei der Brokerwahl haben.

Woran erkenne ich unseriöse Anbieter / Broker im Tradingbereich?
Worauf sollte ich achten?

Erfahrungsgemäß gibt es vorallem bei Anbietern im Forex- und CFD-Markt verhältnismäßig viele "schwarze Schafe". Oft handelt es sich dabei um Offshore-Anbieter, also Broker außerhalb der EU, beispielsweise mit Sitz in Australien, Mauritius, Seychellen, Cayman Islands etc. oder dubiose Vermögensverwaltungen mit beispielsweise Portfolio-Management-Lizenzen aus Georgien. Alleine der Sitz des Instituts entscheidet natürlich nicht über seriös oder unseriös bzw. sicher oder unsicher, dennoch raten wir bei derartigen Anbietern zu besonderer Vorsicht.

Suchen und überprüfen Sie immer das Impressum der Website bzw. des Anbieters um Details zum Kontakt und der Adressangabe zu finden.

Sollten Sie sich einen Handelspartner suchen, bei dem Sie ein Handelskonto eröffnen möchten, dann achten Sie also als erstes unbedingt auf den Standort des Anbieters und inwiefern dieser reguliert wird. Wir empfehlen Ihnen lediglich bei Finanzinstituten zu handeln, welche innerhalb der EU ansässig und reguliert sind.

Lassen Sie sich nicht von angeblichen Zertifikaten und Auszeichnungen wie z.B. "Best Forex Broker 2020" blenden. Diese dienen meist nur dem Marketing und Verkauf, sowie der Präsenz des jeweiligen Anbieters. In den meisten Fällen sind derartige "Auszeichnungen" durch unbekannte Herausgeber/Websites gefälscht bzw. selbstgemacht und sollen Besuchern mehr Vertrauen und Sicherheit vermitteln. Trotzdem müssen solche "Auszeichnungen" nicht zwingend als unseriös oder negativer Indiz betrachtet werden.

Was ist ein Offshore-Broker?

Als "Offshore-Broker" werden Broker (Finanzinstitute) bezeichnet, welche ihren Sitz außerhalb der Europäischen Union (EU) haben. Für EU-Kunden, wie beispielsweise deutsche Anleger, sind solche Broker oft verlockend, da diese meist weniger streng reguliert werden und Broker sowie Anleger somit strengeren EU-Richtlinien für den Handel an den Finanzmärkten aus dem Weg gehen können.

Warum kann der Handel bei einem Offshore-Broker für mich unsicherer sein?

Bei Offshore-Broker im Forex- und CFD-Bereich ist, im Gegensatz zum EU-Broker, oft die Auswahl eines möglichen höheren Hebels (meist 1:100 - 1:1000) für den Kunden möglich. Somit hat der jeweilige Anleger im Verhältnis zu seinem eingesetzten Kapital eine höhere Kaufkraft am Markt. Dies geht jedoch auch mit einem deutlich erhöhten Risiko einher.

Der große mögliche Nachteil für EU-Kunden bei den sogenannten Offshore-Brokern jedoch ist, dass es bei einigen immer wieder zu Auszahlungsproblemen bzw. bewussten Auszahlungsverweigerungen kommt. Dies ist der große Nachteil der weniger strengen Richtlinien und Regulierungen durch die lokalen Finanzaufsichtsbehörden außerhalb des EU-Raums.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich vorher ausgiebig über bisherige Erfahrungen anderer Anleger mit dem jeweiligen Anbieter zu informieren und sich als Anleger, wohnhaft innerhalb der EU, möglichst für einen EU-Handelspartner zu entscheiden! Dies sollte natürlich für jedes Finanzinstitut gelten, bevor man sich für ein Echtgeldkonto bei dem jeweiligen Broker entscheidet.

 

Kleinanleger bei vollregulierten EU-Brokern im Forex- und CFD-Bereich dagegen dürfen laut der ESMA-Regulierung 2019 lediglich mit einem 1:30er Hebel handeln, welcher für einen Handel an diesen Märkten unserer Meinung nach aber absolut ausreichend ist. Vorallem kann sich das Verlustrisiko mit einem kleineren Hebel erheblich minimieren.

Für einen größeren (bis zu 1:400er) Hebel sind in der EU laut ESMA-Regulierung bestimmte Kriterien zu erfüllen, welche eine ausreichende zeitliche Tradingerfahrung (Handelshistorie), ausreichende geschäftliche Erfahrung (Job-abhängig) mit Finanz- und Hebelprodukten, und/oder ein bestimmtes (liquides) Mindestkapitalvermögen (privat) des Anlegers voraussetzen. Mindestens 2 dieser Kriterien müssen für den "Antrag auf ein professionelles Handelskonto" bei dem jeweiligen EU-Broker eingereicht und belegt werden.

Was ist Copy Trading?

"Copytrading" bezeichnet einen Vorgang, bei dem an den Finanzmärkten Positionen eines anderen Händlers automatisch kopiert werden und somit durch den Nutzer übernommen werden können. Die Positionen werden dabei von dem jeweiligen Händler eröffnet und verwaltet, wodurch sich bei diesem Vorgang aus Anlegersicht eine gewisse Abhängigkeit vom jeweiligen Trader ergibt. Sollte man sich für derartige Handelsmöglichkeiten entscheiden, empfehlen wir Ihnen sich sowohl die jeweilige genutzte Handelsplattform bzw. den Broker anzuschauen, als auch insbesondere den jeweiligen Händler und dessen bisherige Historie und Risiko-Verhältnis. Dabei sollte die bisherige erzielte Rendite gegenüber den erzielten Verlusten einen gesunden Ausgleich haben.

Was ist ein Handelssystem?

Ein Handelssystem bezeichnet im Finanzmarktbereich einen vollautomatisierten Handelsalgorithmus, welcher auf der Basis von technischer Programmierung vollautomatisiert für den Nutzer handelt. Handelssysteme können individuell durch die Entwickler programmiert werden und somit unterschiedlich agieren. Derartige Systeme können beispielsweise basierend auf den Handel am Devisenmarkt entwickelt worden sein und dementsprechend ausschließlich Währungen an diesem Markt handeln, welche innerhalb der Programierung festgelegt wurden. Auch der jeweilige (Kapital-)Einsatz pro Position ist festgelegt, wodurch sich ein Risiko-Management ermöglichen lässt. Meist basieren Handelssysteme darauf, technische Handelsansätze z.B. mithilfe von diversen Indikatoren zur Analyse einzusetzen, um basierend auf bestimmten Aktionen am jeweiligen Markt Handelspositionen automatisiert zu öffnen.

Tel: +491701747474  

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